An dem Buch Fourth Wing von Rebecca Yarros, kam 2023 wohl niemand so richtig vorbei.
Es handelt sich um einen Fantasy New Adult Roman. Ich selbst habe ihn noch nicht gelesen, werde es aber, nach der ganzen Recherche gerade, am Wochenende zu meiner Buchhandlung des Vertrauens fahren und mir den ersten Band holen.
Was dieses Buch so besonders macht, ist die Art und Weise wie es zum Verkaufsschlager wurde. Jeder in der Buchbranche weiß das Hop oder Flop bei einem Buch oft schwer zu kalkulieren ist. Man versucht es zwar immer wieder, aber man weiß nie, ob man zur richtigen Zeit am Richtigen Ort ist.
Dieses Buch war wohl beides.
Es war zu der Zeit wo lesen wieder „Inn“ geworden ist und es wurde auf dem Ort präsent, wo sich alle Teenies, jeden Tag, über Stunde aufhalten, TikTok.
Auf Tiktok hat sich Booktok entwickelt. Hierbei handelt es sich um Buchliebhaber die Kurzvideos über diverse Bücher zeigen. Meist junge Frauen die ihren Followern ihre neuen Errungenschaften und beliebtesten Bücher vorstellen.
Hat man als Autor oder Verlag das Glück, das man in einigen dieser Videos gezeigt wird, spiegelt sich das schnell in den Verkaufszahlen wider. Logisch, immerhin sehen Tausende Menschen, meist genau deine Zielgruppe, das Buch.
Der Verlag von Fourth Wing, hat meiner Meinung nach den Launch vom zweiten Teil perfekt inszeniert. Eine Party genau um Mitternacht, mit vielen geladenen Gästen, Feiern Weltweit von verschiedensten Buchhandlungen. Erinnert mich übrigens sehr an den Launch von Harry Potte rund der Halbblutprinz, in meiner Kindheit. Was spricht Influenzer mehr an als exklusive Partys genau zu ihrem Thema. Das gibt einfach sehr viel Content, den sie auf ihren Kanälen auch benötigen.
Somit war der zweite Band „Iron Flame“ schnell ausverkauft.
Nun stellt sich die Frage, ob es gut der schlecht ist das die Booktoker so viel Einfluss auf die Bücherbranche haben und ob es schlecht ist das der Buchhandel nun neu reagieren muss.
Ich für meinen Teil finde diese „Bewegung“ genial!
Seit Jahren haben Leute, mehr oder weniger, still in ihren Zimmern gelesen. Jetzt tauschen sich die Leute aus, ein Buch wird nicht mehr nur dann gut verkauft, wenn der Verlag viel Geld für die Werbung ausgibt.
Zudem sind die Bookttoker so gestrickt, dass sie ihren Followern gegenüber loyal sind. Sie würden für kein Buch Werbung machen das sie in Wirklichkeit nicht mögen. Anders als diverse Regale in der Buchhandlung, wo ich schon so manchen Schrott mitgenommen habe, nur wegen des Namens des Autors und er Platzierung im Regal.
Kurzum: ich liebe Booktok, es ist eine ehrliche Bücherbubble aus der ich nicht mehr auftauchen möchte!


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